Aktuell

Krankenhaus in Ehingen informiert über den aktuellen Stand zu Corona


Auf der Isolierstation liegen darüber hinaus weitere Patienten, deren Testergebnis noch aussteht. Sie werden zunächst so behandelt, als handle es sich um Covid-19 Patienten. Das heißt sie werden auf einem Einzelzimmer auf der Isolierstation isoliert und erst wieder auf Normalstation verlegt, wenn feststeht, dass sie nicht an Covid-19 leiden.
Die erste Isolierstation ist mit diesen Patienten derzeit nahezu voll. Eine weitere ist bereit, ab sofort Patienten aufzunehmen. Und die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme einer dritten Isolierstation sind bereits im Gange. Denn auch wenn es derzeit noch vergleichsweise ruhig ist, kann sich dies auf Grund der dynamischen Lage unter Umständen schnell ändern.
Auch die Intensivstation ist bereit für eine größere Zahl an beatmeten Patienten. Bereits in der letzten Woche wurde die Zahl der Beatmungsplätze von ursprünglich sechs auf zunächst zehn erhöht. Parallel dazu wurde die frühere Intensivstation des Ehinger Krankenhauses wieder für den Krankenhausbetrieb vorbereitet. Hier sind in den letzten Tagen acht weitere Intensiv- und Beatmungsplätze entstanden. Damit hat das Haus bereits jetzt die Zahl seiner Beatmungsplätze verdreifacht.
Auch die Personalplanung wurde an die neuen Notwendigkeiten angepasst. Derzeit wird beispielsweise ein standortübergreifender Ärztepool aufgebaut. Dieser stellt sicher, dass Ärzte anderer Fachabteilungen und Häuser schnell helfen können, wenn auf den Isolierstationen oder auf der Intensivstation zusätzliche Ärzte gebraucht werden. Auch das Pflegepersonal ist vorbereitet und arbeitet in den kommenden Wochen unabhängig von den eigentlich zugeordneten Stationen dort, wo es den größten Bedarf gibt. „Ich erlebe einen sehr beeindruckenden Geist in unseren Häusern. Die Mitarbeiter ziehen mit, engagieren sich sehr und tragen alle zusammen dazu bei, dass wir die kommenden Herausforderungen so gut wie möglich angehen können“ erklärt Geschäftsführer Wolfgang Schneider. „Das gilt explizit nicht nur für die großen Bereich Pflege und Medizin, auch unsere Mitarbeiter im Bau/Technik und Einkauf sind derzeit sehr gefordert und meistern diese Herausforderung mit großem Engagement.“
Das ist auch der Grund, dass das Haus aktuell noch über ausreichend Schutzkleidung verfügt. Dennoch ist die Klinik für jede Hilfe dankbar, denn der Nachschub der bestellten Schutzkleidung ist noch nicht gesichert. „Aktionen, wie die Spende von 500 Masken durch die Donau-Iller-Bank helfen uns daher wirklich und dafür möchte ich mich ebenso bedanken wie für die zahlreichen Solidaritätsbekundungen von örtlichen Geschäften mit unseren Mitarbeitern“ so Schneider.